Frankenhain unterscheidet sich in Lage, Alter und Struktur von allen anderen Orten der Region. Es wurde erst 1701 von französischen Glaubensflüchtlingen gegründet. Ihnen wurde das karge Stück Land auf einem Ausfläufer des Kellerwaldes oberhalb des Schwalmtals zugeteilt. Die fruchtbaren Schwalmauen wurden den Neubürgern vorenthalten. Als kleine Entschädigung hat man von Frankenhain einen wunderbaren Ausblick über die Schwalm bis in Knüll und Vogelsberg.

Der Ort wurde entgegen der Schwälmer Tradition als Straßendorf angelegt. Auf einer Seite der Dorfstraße standen die Wohnhäuser, auf der anderen Ställe und Scheunen. Die Kirche wurde nicht mittig, sondern am unteren Ende der Straße erbaut. Aufgrund dieser Besonderheiten wurde Frankenhain als Gesamtanlage unter Denkmalschutz gestellt. Neubauten sind nur eingeschränkt oder als Erneuerung zugelassen. Die Struktur des Dorfes konnte somit sehr gut erhalten werden.

Schon damals beschäftigten sich die Menschen mit dem immer noch aktuellen Problem der Integration von Flüchtlingen. Auch hier war es kein einfacher Prozess, aber durch Heirat vermischten sich die Völker langsam. Heute ist nur noch der Name Ferreau erhalten.
Im Zuge der Gebietsreform 1971 wurde Frankenhain ein Stadteil des neu geschaffenen Schwalmstadts.

Heute zeigt sich Frankenhain als hervorragend angebundener, beliebter Wohnort mit engagierten Bürgern, die stolz ihre Geschichte und Kultur bewahren. Mit großem Einsatz werden auch die baulichen Errungenschaften, wie das Dorfgemeinschaftshaus und die Friedhofhalle intakt gehalten. Modernes Glasfaser-Internet, Nahwärme und der benachbarte Autobahn-Anschluss erhöhen die Attraktvität.
Wenn Sie z.B. über die A49 vorbeikommen, fahren Sie in Schwalmstadt ab und besuchen Sie unbedingt Frankenhain - Es lohnt sich.

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